Historie Gut Waitzrodt










  1802 wurde der Gutshof durch den landgräflichen Staatsminister Friedrich Freiherr Waitz von Eschen auf einer Anhöhe vor dem Reinhardswald, oberhalb von Kassel, als Landsitz gegründet. Er ließ das Buschwerk der umliegenden Ländereien roden und nannte das Gut "Waitzrodt".

Der Hof diente bis 1960 der Ackerwirtschaft und Viehhaltung. Zahlreiche Fliegerbomben, die eigentlich den Henschel-Werken galten, zerstörten im 2. Weltkrieg mehrere Stallgebäude. In der Bodenreform mussten zudem Ländereien abgegeben werden.

Die Viehhaltung wurde aufgegeben und die Felder vom benachbarten Gutsbetrieb Winterbüren bewirtschaftet. Die 7.000 m2 große Hofanlage diente fortan nur noch als Maschinenabstellplatz und wurde teilweise von Freizeitreitern genutzt.

1978 pachtete Familie Sommer die zu diesem Zeitpunkt größtenteils leerstehende Hofstelle mit ca. 6 ha. Land, um diese künftig als Wohnsitz sowie für die Pferdezucht und -haltung zu nutzen.

Mehrere Wohnungen wurden ausgebaut und Stallungen für inzwischen 65 Pferde eingerichtet. Die Feldscheune wandelte sich zu einer kleinen Reithalle, Paddocks, Weiden, Rennbahn, Geländestrecken, Dressur- und Springplätze entstanden. Bis 1997 war Waitzrodt auch Standort der Zwinger der Hessenmeute mit ca. 30 Foxhounds. Mehrfach wurden Schleppjagden mit der Hessenmeute veranstaltet.

2005 entstand mit Hilfe des 1998 gegründeten Reitvereins Gut Waitzrodt e.V. eine neue Reithalle. Der Schwerpunkt liegt in Gut Waitzrodt auf der Vielseitigkeitsreiterei, die Reitanlagen sind ganz hierauf abgestimmt. Seit 2004 werden Vielseitigkeitsturniere veranstaltet, die sich stetig wachsender Beliebtheit erfreuen.

Seit 2010 sind diese auch mit einem Vielseitigkeitswettbewerb der Klasse CIC* international ausgerichtet, mehrfach wurden Hessische Meisterschaften und der IGV-Cup durchgeführt, 2010 war das Finale des nationalen CDV-Cups im Programm.

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